Michael Heinemann

Die Bach-Rezeption von Franz Liszt

Abbildung folgt
(Musik und Musikanschauung im 19. Jahrhundert 1)

Mit zahlr. Notenbeisp., 275 S., 24 * 17 cm, Broschur

EUR 30,00*, bei Abnahme der Reihe: EUR 27,00*

ISBN 978-3-89564-004-9

Inhalt >>>

Heinemanns Studie verbindet eine Dokumentation der Bach-Pflege Liszts mit Analysen seiner auf Bach bezogenen Werke. Sie beleuchtet damit einen zentralen Aspekt des Lisztschen Schaffens und zugleich ein für die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts wichtiges Kapitel der Bach-Rezeption.

Franz Liszts intensive Auseinandersetzung mit «alter Musik» - insbesondere mit dem Œuvre Johann Sebastian Bachs - wurde in der bisherigen Forschung wenig beachtet. Zum einen nahm Liszt als Pianist immer wieder Bachs Werke in seine Programme auf, zum anderen knüpfte er kompositorisch unmittelbar an einzelne Werke des Thomaskantors an. So bilden Formkonzepte und thematisches Material Bachscher Kantaten das Raster für Listzs Weinen, Klagen -Variationen, kontrapunktische und harmonische Modelle bestimmen die Phantasie und Fuge über B-A-C-H , und der Aufbau des Weihnachtsoratoriums ist Vorbild für Listzs Legende von der hlg. Elisabeth . Liszts Annäherung an Bach wurde an Czernys und Forkels Auffassungen geprägt, seine B-A-C-H-Kompositionen greifen Fugentechniken seines Pariser Lehrers Anton Reichas auf.
So verbindet die noch von Carl Dahlhaus angeregte Studie eine Dokumentation der Bach-Pflege Liszts mit eingehenden Analysen seiner auf Bach bezogenen Werke. Sie beleuchtet damit nicht nur einen zentralen Aspekt des Lisztschen Schaffens, sondern zugleich ein für die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts eminent wichtiges Kapitel der Bach-Rezeption.

Pressestimme

«In der ästhetischen Einordnung von Liszts Verhältnis zur Historie schließlich entfaltet Heinemann - und das ist zugleich die Quintessenz seiner Dissertation - mit instruktiven Rahmenbegriffen noch einmal die Theorie von Liszts verschiedenen, indes sukzessiv aufbauenden und zunehmend subjektiveren Rezeptionsmodi der Musik Bachs. [...] Neben der Verarbeitung der gesamten einschlägigen Literatur, mit der sich Heinemann souverän auseinandersetzt, [...] gehört es zu den besonderen Auffälligkeiten der Studie, dass freie Forschungsfelder wie nebenbei in den Blick genommen und die Desiderata noch im Detail formuliert werden. [...] So ist die Publikation jedem, der sich mit der aspektenreichen Bach-Rezeption Liszts bzw. den Hintergründen von dessen (Orgel-) Schaffen auseinandersetzen will, nachdrücklich zu empfehlen.» ( Ars Organi 1/1996)

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