Dieter Michael Backes

Die Instrumentation und ihre Entwicklung in Anton Bruckners Symphonien

Abbildung folgt

2 Teile: I. Text: 620 S., II.: 52 Tabellen, 524 Notenbeisp.: 372 S., 21 * 15 cm, Broschur

Dieser Titel ist zur Zeit nicht lieferbar. Wiederauflage geplant.

ISBN 978-3-89564-049-0

Inhalt >>>

Eine umfassende Studie über Bruckners Instrumentationskunst - unter Heranziehung aller Sinfonien, ihrer zugänglichen Primär- und Sekundär-Quellen. Einbezogen werden auch mögliche Vorbilder und die Entwicklung des Instrumentenbaus.

Diese Studie geht erstmals der Frage nach dem Verhältnis von instrumentaler Disposition, kompositorischer Struktur und ästhetischer Aussage von Bruckners Symphonien im Rahmen seiner musikalischen Entwicklung und des historischen Kontextes zusammenfassend nach.
Einer kritische Sichtung der bisherigen Bruckner-Literatur folgt zunächst eine Zusammenstellung aller überlieferten persönlichen Äusserungen des Komponisten zu Fragen der Instrumentation. An ausgewählten (z. T. bisher unveröffentlichten) Partiturskizzen, Particellen, vorläufigen bzw. definitiven Partiturniederschriften und späteren Neufassungen wird dann der stufenweisen Weiterentwicklung der Klangvorstellung im Schaffensprozess von Anton Bruckner nachgespürt. Schließlich wird in chronologischer Folge aufgezeigt, welche Vorbilder und Einflüsse auf Bruckners Instrumentationspraxis eingewirkt haben, ein Thema, das bisher von der Bruckner-Forschung so gut wie unbeachtet geblieben ist.
Der erste Hauptteil beschäftigt sich neben Besetzungs-, Stimmungs- und Notierungsfragen mit der Behandlung der einzelnen Instrumente und Instrumentengruppen sowie deren Zusammenwirken in den unterschiedlichsten Mischformen bis hin zur Tutti-Besetzung. Anhand der Satz- und Akkordstruktur, der Lagen- bzw. Registerdisposition sowie besonderer instrumentaler Techniken wird zunächst das Charakteristische von Bruckners Instrumentation aufgezeigt. Ein zusammenfassendes Kapitel spürt Bruckners Klangfarbtechnik unter den Aspekten Farbstruktur und Farbwechsel nochmals nach. Im zweiten Hauptteil, der systematisch die wichtigsten stilistischen Parameter (Harmonik, Melodik, Rhythmik, Dynamik und Form) im Zusammenhang mit der Instrumentation untersucht, wird aufgezeigt, welche wichtige Rolle Bruckner der Instrumentation zur Verdeutlichung der innermusikalischen Vorgänge beimass und wie er Revisionen vor allem unter diesem Aspekt vornahm.

Pressestimme

«Backes hat gründlich untersucht, welche Komponisten für Bruckner Vorbilder waren, welche Stücke er gehört haben kann und studierte, und welchen Einfluss sie auf seine Satzkunst hatten. Außerdem zeigt Backes akribisch auf, wie sich Bruckners Klangvorstellungen im Laufe seiner Reise durch die Sinfonie zwischen 1863 und 1896 änderten, wie er beständig versuchte, neue Errungenschaften (auch des Instrumentenbaus) in sein Schaffen zu integrieren. Damit legt Backes ein Fundament zum Verständnis dafür, aus welchen rein satztechnischen Erwägungen Bruckner zu seinen viel monierten Umarbeitungen früherer Sinfonien kam, ohne dabei den Fehler zu begehen, werten zu wollen, welche Fassung die bessere sei.... Die Arbeit würdigt Bruckner endlich einmal als den ganz grossen Künstler der Instrumentation, der er ist - einem Wagner und Berlioz ohne weiteres ebenbürtig. Vor allem räumt die Studie mit der immer wieder auftauchenden These auf, Bruckner sei kein Kind seiner Zeit gewesen - im Gegenteil: Bach, Mozart, Händel, Haydn, Beethoven legen das Fundament seines Könnens, das er durch beständiges Studium der grossen Werke seiner Zeit erweiterte....» (Benjamin G. Cohrs in Klassik heute 9/1998, S. 35).

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