Rebecca Grotjahn

Die Sinfonie im deutschen Kulturgebiet 1850 bis 1875

Abbildung folgt
(Musik und Musikanschauung im 19. Jahrhundert 7)

Mit einer Liste von über 500 sinfonischen Werken (Komponist, Entstehungszeit, Verlag, Besonderheiten) sowie einem Aufführungsverzeichnis sinfonischer Novitäten, 10 Abb. und Notenbeisp., 392 S., 24 * 17 cm, Broschur

EUR 35,00*, bei Abnahme der Reihe: EUR 31,50*

ISBN 978-3-89564-051-3

Inhalt >>>

Eine grundlegende Studie über die Rolle der Sinfonie im Musikleben der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, über soziale und gesellschaftliche Konditionen des Konzerts, über zeitgenössische Vorstellungen von der Gattung Sinfonie und das Repertoire der Konzertprogramme.

Die Zeit zwischen 1850 und 1875 gilt gemeinhin als «tote Zeit» (Carl Dahlhaus) in der Geschichte der Gattung Sinfonie. Stützt sich diese Auffassung vor allem auf Werturteile über die in dieser Zeit komponierten Werke, so geht die vorliegende Arbeit von einem erweiterten Gattungsbegriff aus, zu dem auch die Funktion der Sinfonik im Musikleben sowie die zeitgenössischen Auffassungen von der Ästhetik und den Normen der Gattung zählen.
Gefragt wird zunächst nach der institutionellen Basis der Gattung: Welche Eigenschaften prägen das öffentliche Konzert im Hinblick auf Organisations- und Wirtschaftsform, Zweckbestimmung und Verbreitung? Im Anschluss daran wird die Bedeutung der Sinfonie innerhalb der Institution Konzert untersucht: Welche Rolle spielt sie in den Programmen, und wie ist das Verhältnis der zeitgenössischen Sinfonie zu den klassischen Werken? Ein weiteres Kapitel befasst sich mit den Vorstellungen von der Gattung, die im öffentlichen Bewusstsein der Zeit lebendig waren, und bezieht diese auf die Funktion der Gattung im Musikleben.
Der Anhang enthält unter anderem zwei umfassende Verzeichnisse sinfonischer Novitäten und ihrer Aufführungen im untersuchten Zeitraum, die zusammen mit dem detaillierten Orts- und Personenregister einen bequemen Zugriff auf die gebotenen Informationen ermöglichen.

Pressestimmen

«Absoluter Hit des fraglichen Zeitraums ist Gades 4. Sinfonie gewesen, gefolgt von Stücken Rubinsteins und Lachners. Eine hoch interessante Liste mit über 500 sinfonischen Werken (Komponist, Entstehungszeit, Verlag, knappe Hinweise auf Besonderheiten), in der auch der größte Spezialist auf diesem Gebiet noch Unbekanntes finden wird, und ein Aufführungsverzeichnis sinfonischer Novitäten (chronologische Auflistung) schließen das Buch ab.» (Georg Günther in Das Orchester 5/1999)

«However, when scholars and journalists address such questions in future they will be grateful for Grotjahn’s meticulously researched and presented study of the conditions operating in Germany at the time.» David Fanning in Die Musikforschung 53 (2000).

«On ne saurait que recommander au lecteur ce travail rigoureux, parfaitement documenté, qui éclaire une période méconnue de l’histoire de la symphonie. L’une des originalités de cet ouvrage réside, de surcroît, dans le fait qu’il parvient à concilier très pertinement l’analyse statistique et l’approche historique de la musique.» Damien Ehrhardt in Cahiers Schubert 13 (1998).

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