Gerd Nauhaus (Hg.)
Robert Schumann: Musikalische Haus- und Lebensregeln
Faksimile mit Übertragung und Textabdruck
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(Schumann-Studien, Sonderband 2)12 Faksimiles, 112 S., 24 * 17 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung |
Kern des Buches ist das Faksimile von Schumanns vorläufiger Gesamtniederschrift der Musikalischen Haus- und Lebensregeln . Neben dem Faksimile und der Übertragung enthält es zudem den von Schumann redigierten Text im Original sowie zeitgenössische Übersetzungen ins Englische (Henry Hugo Pierson), ins Französische (Franz Liszt), ins Russische (P. Cajkovskij), ins Italienische (G. Taglietti), ins Spanische (P. R. Agüero) und eine moderne Übersetzung ins Japanische (Kazuko Ozawa).
«Das Autograph liegt seit 1996/97 im Robert-Schumann-Haus Zwickau, dem weltweit bedeutendsten Schumann-Archiv, das auch Museum und Forschungsinstitution ist. Direktor Gerd Nauhaus, international renommierter Schumann-Spezialist, hat als Herausgeber die Handschrift sorgsam übertragen, eine Zuordnung zur endgültigen Reihenfolge der Aphorismen vorgenommen und ein gehaltvolles Vorwort geschrieben. Höchst kenntnisreich wird dort die mehrstufige Ausarbeitung der Musikalischen Haus- und Lebensregeln vor dem Entstehungshintergrund des Jugend-Albums dargestellt. ... Unter solchen Voraussetzungen ist dem attraktiven Buch weite Verbreitung zu wünschen, nein: zu prophezeien.» Michael Struck in Üben & Musizieren 22 (2005), H. 2, S. 60f.
«Glaube nicht, daß die alte Musik veraltet sei. Wie ein schönes wahres Wort nie veralten kann, ebenso wenig eine schöne wahre Musik!» schrieb Schumann 1849 in einem Entwurf zu seinen Musikalischen Haus- und Lebensregeln . In der schließlich ... gedruckten Version fiel dieser Aphorismus heraus. Ebenso wie die insgesamt 73 in der vorliegenden Neuausgabe veröffentlichten Maximen, besitzt wohl auch dieses «schöne wahre Wort» zeitlose Gültigkeit. ... Die Ausgabe ist umso begrüßenswerter, als seit Jahren keine Separatausgabe der Regeln mehr im Handel erhältlich war. ... Rezensent, der in den 80er Jahren eine italienische Poster-Version der Schumannschen Regeln erwerben konnte und bis heute über dem (Tafel-)Klavier hängen hat, weiß die Texte als Sprachtraining zu schätzen und empfiehlt eine Kalenderversion: 73 Regeln in fünf Sprachen reichen genau für die 365 Tage eines Jahres. Allerdings muß man dazu die eingangs zitierte selbst übersetzen, da sie nicht zu den kanonisierten 68 gehört.» Thomas Synofzik in Concerto 197/198 (2004), S. 16.



