Danuta Popinigis und Klaus-Peter Koch (Hg.)
Musikalische Beziehungen zwischen Mitteldeutschland und Danzig im 18. Jahrhundert
Konferenzbericht Gdansk 2000
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(Edition IME 9)Mit 10 Abb. und 16 Notenbeisp. sowie einem Lexikon Danziger Komponisten des 19./20. Jahrhunderts, 312 S., 24 * 17 cm, Broschur mit Fadenheftung |
Im Jahr 2000
erklangen zum ersten Mal nach über 200 Jahren in Danzig wieder Kantaten
von Johann Theodor Roemhildt. Man hörte Musik, wie sie einst in der Stadt
von der Kapelle der Katharinenkirche aufgeführt worden war.
An dieser
Musik läßt sich heute noch ablesen, welch intensiver musikalischer
Austausch zwischen Mitteldeutschland und Danzig im 18. Jahrhundert stattfand.
Diese Kontakte spiegeln sich auch in dem musikalischen Repertoire der Danziger
Kirchenbibliotheken wider, so beispielsweise in den über 250 Werken des
aus Thüringen stammenden, lange Jahre in Danzig und später in
Merseburg wirkenden Roemhildt.
Zwar ist dieser Quellenbestand von schweren
Kriegsverlusten betroffen, doch ist es einem glücklichen Umstand zu
verdanken, dass sich Kopien der Originalhandschriften Roemhildts in Bochum
erhalten haben. Mit der Überreichung dieser Quellen an die Danziger
Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften erhält die
Zusammenarbeit von Musikforschern aus Ost und West neue Impulse - und
musikkulturelle Beziehungen, wie sie vor über 200 Jahren intensiv gepflegt
wurden, werden in neuer Form wieder aufgenommen und fortgeführt.
Neben philologischen und biographischen Studien enthält der Band auch zwei
Beispieleditionen von Kantaten (hg. von S. Dierke und K. Langrock) sowie als
Anhang ein von P. O. Loew erstelltes Lexikon Danziger Komponisten des 19. und
20. Jahrhunderts.



