Bernhard R. Appel, Ute Bär, Matthias Wendt (Hg.)

Schumanniana nova

Festschrift Gerd Nauhaus zum 60. Geburtstag

Abbildung folgt

Mit 18 Abb., 70 Notenbeisp., Personen- und Werkregister, 908 S., 21 * 15 cm, Broschur

EUR 40,00*

ISBN 978-3-89564-085-8

Inhalt >>>

Als die Herausgeber Bernhard R. Appel, Ute Bär und Matthias Wendt um Beiträge zu dieser Festschrift baten, waren sie überrascht über die große Resonanz: 33 europäische und amerikanische Forscherinnen und Forscher erklärten sich bereit, Studien zu Leben und Werk von Clara und Robert Schumann beizutragen. Der Titel «Schumanniana nova» ist Programm - diese Festschrift enthält vor allem Neues: neue Quellenfunde - bis hin zu noch unbekannten Stücken Robert Schumanns -, zahlreiche Erstveröffentlichungen von Briefen an und von Clara und Robert Schumann sowie neue Interpretationen biographischer und kompositorischer Zusammenhänge.

Ein Großteil der Beiträge richtet den Blick auf das personelle und lokalhistorische Umfeld der Schumanns: Schumanns eigene Rolle als Leiter des Allgemeinen Musik-Vereins in Düsseldorf wird durch die Veröffentlichung eines noch unbekannten Dokuments beleuchtet. Eine Reihe von Aufsätzen befaßt sich mit den freundschaftlichen Beziehungen des Künstlerpaars, familiäre Bindungen bilden einen weiteren thematischen Kreis. Ein wieder entdecktes Dokument zum Kistner-Verlag wirft ein Schlaglicht auf das weitere gesellschaftliche Umfeld. Notizen zur Villa der Familie Deichmann in Rolandseck und eine ebenso kurze wie inhaltsreiche Studie zum Zwickauer Musikleben in älteren Tagen erweitern das Spektrum auf lokalhistorische Gegebenheiten.
Einen zweiten Schwerpunkt der Festschrift bilden analytische, philologische bzw. vergleichende Untersuchungen zu einzelnen Werken: den Abegg-Variationen op. 1, Kinderszenen op. 15, Andersen-Liedern op. 40, Phantasiestücken op. 88, Klaviertrios, Lenau-Liedern op. 90, der Motette op. 93 und den Kompositionen für Männerchor. Darüber hinaus werden bisher unbekannte Vokalsätze nach Robert Burns und eine Frühfassung der Toccata op. 7 vorgestellt.
Vor dem Hintergrund des bald erscheinenden Werkverzeichnisses wird Schumanns Arbeitsorganisation durchleuchtet. Seine Lektüre des Goethe-Zelterschen Briefwechsels und die Beschäftigung mit Schillers Werken nehmen Schumanns eigene Literaturrezeption in den Blick. Schumanns musikpädagogische Konzepte werden in ihrem zeitgeschichtlichen Zusammenhang dargestellt.
Rezeptionsgeschichtliche Forschungen befassen sich mit Clara Schumanns Konzerttätigkeit in Aachen, mit frühen Aufführungen Schumannscher Kompositionen in den USA und lokalen Schumannfeiern.
Neuere Werkausgaben Clara Schumanns werden kritisch begutachtet; Clara Schumanns frühe kindliche Prägung sowie ihr späteres Rollenverständnis wird hinterfragt. Ein gut dokumentierter Konfliktfall bietet schließlich Gelegenheit, Schumanns redaktionelle Tätigkeit exemplarisch zu untersuchen.
Daß nicht nur musikwissenschaftliche Fachkolleginnen und -kollegen, sondern auch Literatur- und Kunsthistoriker Beiträge zu dieser Festschrift geliefert haben, zeigt die vielfältig verzweigte Wirkung des wissenschaftlichen Lebenswerks des Widmungsträgers Gerd Nauhaus, der durch seine Publikation der Schumannschen Tagebücher seinerzeit unbekanntes Neuland erschlossen hat.
Vita und Schriftenverzeichnis des Jubilars, zusammengestellt von Anette Müller, sind dem Band beigegeben. Zahlreiche Abbildungen und Notenbeispiele ergänzen die Abhandlungen. Ein umfangreiches Namen- und Werkregister erschließt die inhaltliche Vielfalt der Studien.

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