Ae-Kyung Choi

Einheit und Mannigfaltigkeit. Eine Studie zu den fünf Symphonien von Isang Yun

Abbildung folgt
(Berliner Musik Studien 25)

Mit 79 Notenbeisp., 284 S., 24 * 17 cm, Broschur

EUR 29,00*

ISBN 978-3-89564-104-6

Inhalt >>>

Mit seinen fünf Symphonien, entstanden 1982 bis 1987, greift der koreanische Komponist Isang Yun programmatisch die zentrale Gattung der europäischen Musiktradition auf, um eine Summe seines gesamten kompositorischen Schaffens zu ziehen. In der Gattung der Symphonie wollte Yun über die individuelle Auseinandersetzung mit dem symphonischen Komponieren hinaus etwas Eigenes schaffen, in dem beide Traditionen bewahrt sind und zugleich ihre Grenzen überschritten werden.
Dafür nutzt der Komponist bewusst Berührungspunkte beider Traditionen. Das Spiel mit ähnlichen Elementen, die jedoch in der jeweils anderen Kultur ursprünglich in völlig anderen Bedeutungszusammenhängen stehen, wird zum zentralen Moment seines Komponierens. Wesentlich für die Gestaltung wird dabei das Prinzip der «Einheit in der Mannigfaltigkeit» bzw. «Mannigfaltigkeit in der Einheit», das sich aus der koreanischen Musiktradition und taoistischen Philosophie herleitet.
Es ist das Anliegen der Autorin, unter Einbeziehung europäischer musikwissenschaftlicher Vorgehensweisen und ostasiatischer Musikvorstellungen Wege zum tieferen Verständnis von Yuns Symphonik aufzuzeigen. So erschließt sich das Spätwerk Isang Yuns als Komponieren zwischen beiden Kulturen.

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