Matthias Tischer
Ferdinand Hands Aesthetik der Tonkunst
![]() |
(Musik und Musikanschauung im 19. Jahrhundert 12)Mit einem tabellarischen Vergleich der Tonarten-Charakteristiken von Schubart, Schilling und Hand, 280 S., 24 * 17 cm, Broschur mit Fadenheftung |
Jene ästhetischen Entwürfe, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach dem Inhalt, dem Gehalt der Musik fragten, liegen unter Eduard Hanslicks Verdikt der «verrotteten Gefühlsästhetik» teilweise bis heute verschüttet. Die Ausgrabungen lohnen sich, findet man doch Bruchstücke zur Musikauffassung des 19. Jahrhunderts im allgemeinen sowie zu den Poetiken und Ästhetiken Schumanns, Liszts und Wagners im besonderen. Eins der umfassendsten publizistischen Zeugnisse des Musikdenkens jener Zeit stellt die Aesthetik der Tonkunst des Jenenser Philologen Ferdinand Hand dar. Im Kontext sowohl der zeitgenössischen Musikpublizistik als auch ihrer regional- und sozialgeschichtlichen Implikationen steht sie im Zentrum vorliegender Arbeit.
«Endlich gibt es eine gründliche Untersuchung über diesen immer wieder erwähnten ... äußerst wichtigen Vertreter der Inhaltsästhetik [...] Diesen Hauptteilen ist ein weiteres Kapitel über die Rezeption von Hands Werk in Rezensionen von Zeitgenossen wie Fink und Marx angefügt sowie ein wichtiger Exkurs zur Bedeutungswandlung von Begriff und Wesen des Dilettanten bei Hand und anderen. Auszüge aus unveröffentlichen Briefen werfen ein weiteres Licht auf die Denkweise des nunmehr und wohl auch weiterhin in den Vordergrund der musikwissenschaftlichen Diskussion tretenden Ästhetikers.» Peter Schleuning in Österreichische Musikzeitschrift 61 (2006).



