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Matthias Schäfers

Die Symphonische Dichtung im Umfeld Listzs

Studien zu Hans von Bülow, Felix Draeseke und Alexander Ritter

Coverabbildung Schäfers: Die Symphonische Dichtung im Umfeld Listzs
(Musik und Musikanschauung im 19. Jahrhundert 13)

740 Seiten mit 13 Tafeln und zahlreichen Notenbeispielen, 24 × 17 cm, Hardcover

EUR 78,00 [D], EUR 80,20 [AT], Preis bei Abnahme der Reihe: EUR 62,40

ISBN 978-3-89564-110-7

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«So ist zugleich der Tonkunst ein neues Terrain gewonnen und die Pforten sind eröffnet für eine künftige weitaus greifende Entwicklung.»

Dieses Fazit Franz Brendels aus dem Jahr 1859 über das symphonische Schaffen Franz Liszts erscheint geradezu als prophetisch, blickt man auf die Bedeutung, welche die Symphonische Dichtung im Zeichen des Erwachens der eigenen nationalen Identität in vielen Teilen Europas sowie in der musikalischen Moderne schließlich erlangte. Doch dauerte es in Deutschland gut drei Jahrzehnte, bis mit Richard Strauss ein Komponist wieder Werke dieser Gattung schrieb, die noch heute im Konzertleben präsent sind.

Matthias Schäfers untersucht Werke und Musikanschauung von Hans von Bülow, Felix Draeseke und Alexander Ritter – die später auch zu Strauss sogar einen mitunter engen Kontakt pflegten. Ihre erhaltenen verbalen Äußerungen und Kompositionen können Zeugnis darüber ablegen, welche Gattungsvorstellungen sich mit der Symphonischen Dichtung verbanden. Gleichzeitig nimmt Schäfers auch die Rolle der Gattung zwischen den beiden sogenannten ‹Zeitaltern der Symphonie› in den Blick.

Darüber hinaus regt die Studie auch zu einem Nachdenken über die Relevanz von Kriterien an, nach denen musikalischen Werken des 19. Jahrhunderts gemeinhin ihr Rang zugewiesen wird: Wie bemisst sich die Bedeutung, die Originalität, Individualität und Avanciertheit dieser ‹vergessenen Werke der Musikgeschichte›, wenn sie vergleichbare Merkmale wie ‹anerkannte› Kunstwerke aufweisen?

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