Axel Schröter

Musik zu den Schauspielen von August von Kotzebue

Abbildung folgt
(Musik und Theater 4)

Mit 86 Notenbeisp., 8 Abb. und Register, 339 S., 24 * 17 cm, Hardcover

EUR 36,80, bei Abnahme der Reihe: EUR 29,50

ISBN 978-3-89564-118-3

Inhalt >>>

Kaum ein anderer Dramatiker konnte sich um 1800 einer solchen Präsenz auf europäischen Bühnen erfreuen wie August von Kotzebue. Dies beruht auf seiner schier unvorstellbaren Produktivität, seinem sicheren Gespür für aktuelle Themen und nicht zuletzt seinem Instinkt für Bühnenwirksamkeit. In seinen Dramen sind Text, Szene, Aktion und Musik untrennbar miteinander verbunden - sie verwirklichen die Idee eines alle Künste einbeziehenden Gesamteindrucks. Kaum bekannt ist heute, wie sehr Kotzebues Bühnenwerke so den Fortschritt im Genre der Schauspielmusik vorantrieben und mit ihren präzisen Hinweisen zum Einsatz von Musik die Phantasie der Komponisten beflügelten. Dass sie auch in Weimar zu den am meisten gespielten Schauspielen der Ära Goethe gehörten, mag auf den ersten Blick nicht in das verklärte Bild vom Theater des Weimarer Musenhofes passen. Vor allem stellt sich die Frage, inwieweit die andernorts höchst beliebten Musikeinlagen sich an einem Hoftheater realisieren ließen, das im Bereich der Oper kaum mit eigenen Produktionen aufwarten konnte.
Schröters Studie zeigt, dass die Weimarer Aufführungen von Kotzebues Schauspielen nur bedingt vergleichbar ist denen in Europas Musikmetropolen. Denn hier griff man weniger zu eigens zu diesen Dramen komponierter Musik, sondern kompilierte Schauspielmusiken aus den Musikalienbeständen des Hoftheaters. Nur gelegentlich ergänzte man vorhandene Musik durch kleinere neue Stücke.

Pressestimme

«Schröters Studie ... überzeugt durch ebenso sorgfältige wie umsichtige Recherche, die reichhaltiges Quellenmaterial sichtet, bündelt und zugänglich macht, durch zuverlässige und nüchterne Darstellung, welche die musikalischen Produktionsbedingungen des von Goethe geleiteten Hoftheaters zu Weimar in neuem, wenn auch bescheidenem Lichte erscheinen läßt, und durch ihre gut faßliche Argumentation, welche dazu beitragen kann und sollte, die Bedeutung der Musik für die Theaterrealität und für die dramaturgischen Konzepte der Goethezeit neu zu bewerten.» (Dieter Martin in Goethe-Jahrbuch 06, S. 295ff.)

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