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Christian Storch (Hrsg.)

Die Musik- und Theaterpraxis der Jesuiten im kolonialen Amerika

Grundlagen, Desiderate, Forschungsperspektiven

210 S. mit Abbildungen, 24×17 cm, Broschur mit Fadenheftung

48,00 EUR [D] | 49,40 EUR [A]

ISBN 978-3-89564-163-3

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Die Societas Jesu spielte bis zur zeitweiligen Auflösung des Ordens Ende des 18. Jahrhunderts eine erhebliche Rolle bei der kulturellen Kolonisierung Lateinamerikas. Zur Vermittlung des katholischen Glaubens und zur Missionierung nutzten die Jesuiten gezielt die ästhetische Wirkung und Attraktivität von Musik, um christliche Inhalte zu vermitteln und kirchliche Normen zu etablieren. Auch Theaterstücke, die christliche Erzählungen in den Sprachen indigener Völker vermittelten, gehörten zum Evangelisierungsprogramm der Missionare.

Der vorliegende Sammelband würdigt das musikalische und theatralische Erbe der Jesuiten im kolonialen Amerika umfassend. Er wirft erstmals einen eingehenderen Blick auf die musikalischen Aktivitäten deutschsprachiger Missionare wie Anton Sepp, Eusebio Kino, Ignaz Pfefferkorn, Martin Schmid und Joseph Och sowie die Missionarsberichte von Joseph Stöcklein.

Das Augenmerk richtet sich zudem auf den interkontinentalen Transfer von Instrumenten, Noten und Musikstilen. Nicht zuletzt wird auch eine Verortung der lateinamerikanischen jesuitischen Musik- und Theaterpraxis im Kontext der europäischen Musikgeschichte versucht.

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