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Ute Scholz / Thomas Synofzik (Hrsg.)

Schumann-Studien 11

Coverabbildung Schumann-Studien 11

636 Seiten, Broschur, mit Abbildungen

ISBN 978-3-89564-167-1

EUR [D] 48,00 | EUR [A] 49,40

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Noch im Jahr 1846 notierte Robert Schumann in sein Tagebuch: »Es drängte mich immer zum Produciren, schon in den frühesten Jahren, wars nicht zur Musik, so zur Posie«. Unter dem Titel Robert Schumann – Musik und Dichtung machte im Schumann-Jubiläumsjahr 2010 die 20. Wissenschaftliche Arbeitstagung zu Fragen der Schumann-Forschung in Zwickau seine musikalisch-literarische Doppelbegabung zum Thema. Die hier publizierten Beiträge dieses Symposiums gruppieren sich um die Themenfelder Literarische Einflüsse der Zwickauer Zeit, Literarische Werke Schumanns, Späte Vokal- und Instrumentalwerke sowie Lieder und Dichterbeziehungen.

Mit Schumanns Lebensjahren in Zwickau befassen sich mehrere Aufsätze: zur verlegerischen Tätigkeit des Vaters August Schumanns, zu den Aktivitäten des Zwickauer Theaters in den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts sowie zu Schumanns Deutschunterricht am Lyzeum. Einige Studien beschäftigen sich mit dem Einfluss literarischer Gattungen (Novelle, Märchen) auf Schumanns Musik. Andere erkunden die literarischen Sujets seiner Ouvertüren und seine wohl überlegte Wortwahl etwa in Werktiteln und musikalischen Anweisungen. Auch Schumanns eigene schriftstellerische Auseinandersetzung mit Musik wird zum Gegenstand der Analyse. Eine grundlegende Abhandlung widmet sich den schillernden Begriffskombinationen der Wortfelder Musik und Poesie bei Schumann. Naturgemäß befasst sich eine Reihe von Beiträgen mit Schumanns Beziehungen zu einzelnen Dichtern und ihren Werken: zu Lord Byron, Adalbert von Chamisso, Joseph Eichendorff, E. T. A. Hoffmann, Elisabeth Kulmann, Eduard Mörike, Jean Paul sowie Ernst Schulze. Wie das Komponieren von Gedichten vonstatten gehen konnte, wird am Beispiel des Liederzyklus Myrthen beschrieben. Eine weitere Studie geht den Lebenswegen von Schriftstellerinnen in Schumanns unmittelbarem Umfeld nach. Wenig bekannt – und hier umfassend dokumentiert – sind bersetzungen von Schumann-Liedern ins Französische und Italienische. Eine aufführungspraktische Studie fragt nach der Umsetzung des Tempo rubato in Schumanns Liedern und seinen Klavierwerken. Schließlich wird auch die Rolle untersucht, die Schumann als Filmheld im UFA-Film Träumerei (1944) zugeschrieben wurde.

Abgedruckt finden sich nicht zuletzt eigene Texte von Schumann selbst– so Ausschnitte der frühen Gedichtsammlung Blätter und Blümchen aus der goldenen Aue, das Fragment des Briefromans Bernard von Nontelliers sowie Fragmente einer geplanten Till-Eulenspiegel-Oper.

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