Dieter Schewe

Die Bertiner

Heerführer, Bischöfe und Nachfolger der Karolinger 700-923

353 S., Register: Personen, Orte, 24 x 17 cm, Broschur
Ladenpreis: EUR 20,00, ISBN 978-3-9809438-3-3
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Die Familie der Karolinger hat in den zwei Jahrhunderten von 700 bis 923 Europa geformt; sie hat nämlich in ihren Eroberungskriegen sich Siege auf Siege zugeschrieben, ihren selten genannten Mitstreitern aber die Verluste in den Kämpfen überlassen.

Wer waren eigentlich ihre Heerführer, Grafen und Bischfe? Die größte Gruppe stellten die Bertiner, also die Träger von Namen mit "Bert" wie Rotbert und Berthold, von denen Dieter Schewe in seinem neuen Buch erstmals gleich 600 beschreibt. Unter ihnen sind fünf königsgleiche Zweige und zwanzig Adelsstämme, die es die gesamte Zeit mit den Karolingern aushielten. Die ersteren lösten die Karolinger in Europa ab, ausgenommen östlich des Rheins.

Die Wanderungen der Bertiner von der Maas an den Rhein (Sinzig), in den Westerwald, nach Worms und an den Bodensee und von dort an die Seine, nach Italien und Spanien werden jetzt erstmals in den Vordergrund der Karolingergeschichte gestellt. Die grosse Auswahl der erfassten Bertiner ermöglicht es erstmals, Vergleiche unter ihnen zu ziehen; so werden aus dem bisher ungegliederten Haufen der Mitstreiter der Karolinger Strukturen erkennbar. Auch lässt sich die eine oder andere Methode der Karolinger erkennen, z. B. eine, mit der sie mittels der Vergabe von entfernten Grafschaften Schenkungen an karolingische, nahgelegene Klöster verbanden. Ihre Heerführer belohnten sie mit Landschenkungen in besonders formulierten Urkunden, ohne die Gründe zu nennen, und vergewisserten sich gleichzeitig derer künftigen Dienste.

Die Bertiner stiegen bis zu Erzbischöfen und Herzögen auf, einzelne wurden sogar Könige, so Odo und Rotbert, die Söhne Rotbert des Tapferen aus Sinzig, in Frankreich. Die nüchtern gesehenen Hintergründe bilden die andauernden Kriege der Karolinger mit ihren Verlusten an Kriegsführern, die in den Bertinern ihren Ersatz fanden. Ihnen folgten regelmässig die Besetzung von Bischofssitzen aus den Bertiner-Geschlechtern.


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Dieter Schewe

Geschichte Sinzigs und seiner Königspfalzen

Angelpunkte der Römer, Karolinger, Staufer zwischen Ober- und Niederrhein 40 bis 1227

532 S., Register: Personen, Orte, 24 x 17 cm, Hardcover
freier Preis: EUR 24,00, ISBN 3-9809438-01
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Als Wegkreuzung und Angelpunkt zu spätrömischer Zeit und während des gesamten Mittelalters spielte Sinzig, an Rhein und Ahr, zwischen Unter- und Obergermanien gelegen, eine wichtige wirtschaftliche und strategische Rolle. Anhand archäologischer Funde und schriftlicher Quellen gelangt der Autor zu einer Neubewertung der historischen Bedeutung der Stadt und des dortigen Zehnthofs, dessen heutige Gebäude auf römischen, karolingischen und staufischen Grundmauern errichtet wurden.

Inhalt: Es gibt keine deutsche Stadt gleicher Größe, in deren langer Vergangenheit vom Jahr 40 bis zu ihrem Höhepunkt am Ende der Stauferzeit 1255 sich die Entwicklung des heutigen deutschen Landes so kontinuierlich und genau widerspiegelt wie Sinzig. Keine andere kleine Stadt könnte ihre historische Bedeutung durch Bauwerke, Funde und Königsurkunden so gut vor Augen führen wie Sinzig, aber auch keine andere ist von der Archäologie so vernachlässigt und von der Mittelalter-Forschung in den letzten 30 Jahren so unterschätzt worden.

Diese Geschichte näher als bisher zu erforschen, erstmals in ihrer chronologischen Folge und in übergeordneten zeitlichen und regionalen Zusammenhängen zu schildern, ist das zentrale Anliegen dieses Buches; es holt die lange Vernachlässigung Sinzigs und des umliegenden Gebiets in der historischen Forschung nach und wertet die archäologischen Kenntnisse aus.

Anhand vieler Königsurkunden wird die Bedeutung der Stadt an Rhein und Ahr, an der Grenze zwischen Ober- und Untergermanien, als Station vieler Könige auf ihrem Weg von und nach Aachen, Flandern und darüber hinaus sowie als Nachschubbasis für Soldaten dargelegt. Es gelingt dem Autor, anhand archäologischer Funde und historischer Urkunden Gestalt und Bestand der karolingischen wie staufischen Pfalzen in Sinzig nachzuweisen. Aufschlußreiche Quellen zu Art und Umfang des mittelalterlichen Weinbaus werden aufgedeckt.

Zugleich ist dieses Buch eine "Biographie" des Sinziger Zehnthofs und eine Darstellung seiner Geschichte als römische Villa, als karolingische und staufische Pfalz, mit der dem Bauwerk gewissermaßen seine Vergangenheit zurückgegeben wird.

Fast 2000 Jahre Baugeschichte - davon 1240 Jahre urkundlich bezeugt - verdienten endlich eine geschlossene Darstellung.


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Dieter Schewe

Burg Dreis in der Mitte der Eifel

700 Jahre Wacht an Weiher und Ahbach

95 S., Broschur, EUR 14,00 ISBN 3-9809438-1-X
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In der Mitte der Eifel, an der Wasserscheide zwischen Mosel und Ahr, an drei wasserreichen Bächen, am Dreiser Weiher (einem früheren Maar) und im Grenzgebiet zwischen dem Kölner und Trierer Erzbistum liegt die Burg Dreis. Zwar war sie weder von Grafen bewohnt noch je Mittelpunkt einer Herrschaft: Doch läßt sich an ihr exemplarisch die Geschichte und das oft harte Schicksal der Bewohner einer kleinen Eifelburg aufzeigen.
Den wechselnden Machtinteressen der Kölner und Trierer Erzbischöfe sowie Einflüssen aus Brüssel und den Niederlanden ausgesetzt, hat die Burg eine wechselvolle Geschichte erlebt. Doch gibt der Verfasser den Lesern ein Gerüst der Eifelgeschichte an die Hand, das sie - trotz der Fülle der Daten - nicht den Überblick verlieren läßt. Umfassend schildert er die geschichtlichen Abläufe, das Schicksal von Burgbewohnern und -eigentümern ebenso wie die Baugeschichte der Burg; er macht Vorbilder und Parallelen für den Grundriß von Burg und Burggelände ausfindig und führt die Geschichte fort bis zur teilweisen Rückbildung der Gemäuer im 19. und 20. Jahrhundert. Einen breiten Raum nimmt die Geschichte der Sippe von Marien-L. von Manderscheid, der "natürlichen" Tochter von Dietrich VI., ein. Unter ihm, dem wichtigsten Grafen von Manderscheid-Kerpen-Schleiden, wurde die Gegend in der Zeit der Reformation lutherisch und erfuhr eine kurze wirtschaftliche Blüte, die mit der gewaltsamen Durchsetzung der Gegenreformation endete. Über 400 Jahre - bis 1973 - konnte sich diese Großfamilie auf der Burg halten.
"Wenn man" - so der Autor resümierend - "die Entstehung und den Wandel von Bauwerken beschreibt und in den Ablauf der Geschichte einfügt, gewinnen diese für die Vergangenheit und die Gegenwart Bedeutung und Leben." Nach einem Jahrzehnt als Bauruine hat der Verfasser die Burg übernommen und, trotz mancher Widerstände, soweit wie möglich wiederhergestellt und dem kleinen Eifelort so zu einem pittoresken Kleinod verholfen.

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Dieter Schewe

Königs- und Klosterweine der Rhein/Ahr-Region

Weingeschichte 643-1257

152 S., Register, EUR 14,00, ISBN 3-9809438-2-8
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Ahr und Wein gehören heute so selbstverständlich zusammen, daß man meint, es könne nie anders gewesen sein. Doch was ist wirklich bekannt über Wein und Weinanbau an Rhein und Ahr in früheren Zeiten? Wer dies wissen will, ist vorwiegend auf historische Berichte und Urkunden angewiesen, denn archäologische Funde sind äußerst spärlich. Urkunden aber wurden im frühen und hohen Mittelalter vor allem von Königen und Klöstern ausgefertigt. Und die einen wie die anderen waren es, die den Wein einführten, erste Anleitungen zu seinem Anbau und zum Keltern verfassten, für seine Verbreitung und schließlich auch für seine qualitative Verbesserung sorgten. Für dieses Buch hat Dieter Schewe alle heute bekannten und verfügbaren Quellen zur Geschichte des Weins in der Rhein/Ahr-Region zusammengetragen und in Beziehung zueinander und zur allgemeinen Geschichte gesetzt, wobei er Schilderungen anderer Forscher zum Teil erheblich revidiert.
So kann er, den Urkunden folgend, anschaulich darlegen, daß der Weinanbau sich vom Rhein und der königlichen Pfalz in Sinzig aus zunächst allmählich entlang der Frankfurt-Aachener Heerstraße ausweitete. Erst in späterer Zeit erreichte er das mittlere und obere Ahrtal, dann aber gewann er eine solche Attraktivität, daß selbst weit entfernte Klöster sich Weingärten an der Ahr sicherten. Einen großen Anteil am Wein besaß auch der Kölner Erzbischof, neben dem König der mächtigste Lehnsherr der Region.
Wein und Weinwirtschaft verleihen den Orten der Rhein/Ahr-Region ihren einzigartigen Charakter und bilden geographisch wie historisch das Band, das sie miteinander verbindet.


Verlag Geschichtsforschungen Rheinlande

Inh. Dieter Schewe
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