Ulrich Bartels
Studien zu Wagners Tristan und Isolde anhand der Kompositionsskizze des zweiten und dritten Aktes
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(Musik und Musikanschauung im 19. Jahrhundert 2)3 Teile: I.: Analysen, 180 S., II.: Skizzenübertragung, 236 S., III.: Reproduktionen, 40 S., 24 * 17 cm, Broschur |
Richard Wagner hielt in der «Kompositionsskizze» mehr als nur erste Ideen zu Tristan und Isolde fest: Sie hatte für ihn die Funktion eines formalen Gerüstes und eines Entwurfs, in dem er die bestmögliche Wirkung von Schlüsselworten und von musikalischen Höhepunkten erprobte.
Im zweiten Band legt Bartels eine minutiöse Übertragung aller bisher unveröffentlichten Teile des zweiten und dritten Aktes von Tristan und Isolde in ihrer ersten zusammenhängenden Skizzierung vor. Anhand dieses Materials zeichnet er Wagners kompositorischen Weg von den ersten Ideen zur vollendeten Oper nach. Schließlich sind der Arbeit zahlreiche Faksimiles beigegeben, die einen direkten Blick in Wagners Kompositionswerkstatt erlauben.
«Auch in der Folge gelingt es Bartels immer wieder, diejenigen Einzelmomente von Wagners Ausarbeitungs- und Revisionsprozess zu akzentuieren, von denen aus sich Wege zu einer Gesamtcharakteristik des Werkes eröffnen. So kann man etwa verfolgen, wie Wagner an der Unterscheidung zwischen persönlich identifizierender und objektiver Figurencharakteristik oder an der Differenzierung der musikalischen Zeichnung von Haupt- und Nebenfiguren, am Verhältnis von Singstimme und Orchester arbeitet, oder wie im Ausarbeitungsprozess das Vordergründig-Wirkungsvolle zugunsten der grossflächigen musikalischen Einheitlichkeit zurückgenommen wird usw. So hinterlässt die Lektüre im ganzen den Eindruck, dass hier ein nach Methode und Ergebnissen gewichtiger Beitrag zur Beschäftigung mit Wagners Kompositionsskizzen und zur Tristan -Analyse vorliegt.» (Werner Breig in Die Musikforschung 2/1999, S. 251ff.)



